Signalgeber

Anwendung & Installation

Der Signalgeber O2A-Basic kann in unterschiedlichen Szenarien zum Einsatz kommen. Generell muss unterschieden werden, ob der O2A im passiven oder aktiven Modus betrieben wird.

O2A ist passiv, wenn er nur als Signalgeber für eine übergeordnete Anlage fungiert. Er ist aktiv, wenn der O2A als Anlage eingesetzt wird, indem er mit Sensoren ausgestattet ist und bei Bedarf einen Alarm auslöst.

Zusätzlich wird unterschieden, ob der Signalgeber einzeln oder mit weiteren Signalgebern parallel betrieben wird. Im Parallel-Betrieb fungieren alle Signalgeber gemeinsam im Verbund und erweitern damit den Wirkungsbereich.

Anwendungsbeispiele

Pinbelegung des Haupt-Steckers

  • Vin+ : Betriebsspannung
  • Vin1- : Masse für Ton #1 (bezogen auf Vin+)
  • Vin2- : Masse für Ton #2 (bezogen auf Vin+)
  • SW : Optionaler Schalter (bezogen auf GND)
  • Vout+ : Intern Verbunden mit Vin+
  • Vout1- : Intern Verbunden mit Vin1- 
  • Vout2- : Intern Verbunden mit Vin2-
  • GND : Internes Masse-Potential vom O2A Gerät
Hinweis zum Parallelbetrieb

Im Parallelbetrieb muss der gesamte Energiebedarf der Kette über die Zentrale oder bei Bedarf, über eine zusätzliche, externe Energieversorgung gewährleistet sein. Die benötigte Energie eines Signalgebers ist im Bereich von 0,1 W bis 9,6 W einstellbar. Bei 24 V Betriebsspannung würde das einer Stromaufnahme von 5 mA bis 400 mA pro Signalgeber bedeuten! Der Stromverbrauch eines Signalgebers steht im direkten Zusammenhang zu der eingestellten Lautstärke (SPL) und Lichtintensität. Der im Lieferzustand eingestellte Strombedarf eines Signalgebers ist auf maximal 50 mA begrenzt.

Anbindung an eine Alarmanlage

Beim Anschließen eines O2A-Signalgebers an eine Alarmanlage wird generell zwischen zwei Versorgungskonzepten unterschieden: Entweder ist die Zentrale in der Lage, dem Signalgeber die benötigten 24 V Spannung mit entsprechender Leistung zur Verfügung zu stellen oder nicht. Da die Verkabelung des Signalgebers in den beiden Konzepten unterschiedlich ist, muss dem Installateur bei der Installation die Art der Versorgung bekannt sein. Die Anzahl der Kabeladern, welche bei einer Installation benötigt werden, entscheidet sich durch die Art der Versorgung und die Anzahl der steuerbaren Signaltöne (maximal 2 Signaltöne können angesteuert werden).

Versorgung über die Alarmanlage

In dem Fall, dass die Alarmanlage den Signalgeber mit 24 Vdc versorgen kann, wird der Signalgeber über 2 bzw. 3 Adern einer Leitung an die Alarmanlage angeschlossen. Hierzu können wahlweise die Eingangsklemmen Vin1- und Vin+ für Ton #1 oder die Klemmen Vin2- und Vin+ für Ton #2 verwendet werden. Wenn beide Signaltöne ansteuerbar sein sollen, dann müssen die Klemmen Vin1-, Vin2- und Vin+ an die Alarmanlage angeschlossen werden. Die Klemme Vin+ muss direkt an die 24 Vdc aus der Alarmanlage angebunden werden. Zur Auslösung eines Alarms muss die Klemme Vin1- bzw. Vin2- in der Alarmanlage zur Masse gezogen werden.

Der Signalgeber arbeit in diesem Szenario im passiven Modus. Solange bei dem Signalgeber keine Spannung anliegt, alarmiert er nicht. Sobald eine Spannung an den Klemmen Vin1- und Vin+ bzw. Vin2- und Vin+ durch die Zentrale angelegt wird, fängt der Signalgeber an zu alarmieren.

Im Lieferzustand ist der Energiebedarf des Signalgebers für diesen Aufbau auf maximal 1,2 W begrenzt. Die Lautstärke (SPL) entspricht dann 100 dB. Die restliche zu Verfügung stehende Energie bis zum 1,2 W Verbrauch, wird dem optischen Signalisierung zugeführt.

Alarmanlage ohne Versorgungsmöglichkeit

Falls die Alarmanlage zur Alarmierung nur über einen potentialfreien Schließer verfügt, muss der Signalgeber über eine extra Spannungsversorgung an den Klemmen GND und Vin+ bzw. Vout+ versorgt werden. Der potentialfreie Schließer der Alarmanlage muss dann wie in den Abbildungen dargestellt an den Klemmen GND und Vin1- für Ton #1 oder an den Klemmen GND und Vin2- für Ton #2 am Eingangsstecker angeschlossen werden.

Der Signalgeber arbeitet in diesem Szenario im slave Modus und ist dauerhaft unter Spannung. Dabei verbraucht der Signalgeber einen Ruhestrom von etwa 1,5 mA solange keine Alarmierung durch die Zentrale ausgelöst wird. Sobald die Zentrale eine der Klemmen Vin1- oder Vin2- zur Masse zieht, fängt der Signalgeber an entsprechend zu alarmieren.

Abhängig von der Leistung der externen Energieversorgung kann die Limitierung des Energieverbrauches auf 50 mA Verbrauch aufgehoben werden, sodass der Signalgeber mit seiner höhst möglichen Lautstärke (SPL bis zu 110 dB) oder einer deutlich helleren optischen Signalisierung betrieben wird. Dabei kann der Energiebedarf des Signalgebers bis zu 10 Watt steigen. Das wäre etwa 400 mA bei 24 Vdc.

Hinweis zur Steuerung

Wenn über die Zentrale beide Steuerleitungen Vin1- und Vin2- gleichzeitig ausgelöst werden, startet der Signalgeber erstmal keine Alarmierung! Der Signalgeber wird hierdurch in einer speziellen Modus versetzt, um erweiterte Steuerbefehle aus der Zentrale empfangen zu können. Empfängt der Signalgeber innerhalb der ersten zwei Sekunden keine Befehle, startet der Signalgeber dann eine dritte Art der Alarmierung, der sich von den ersten beiden eingestellten Alarmierungsarten über Ton #1 und Ton #2 unterscheidet.

Einsatz als autarke Signalgeber

Bei einer entsprechenden Installation und Kombination mit entsprechende Sensorik, kann ein O2A-Basic Gerät so konfiguriert werden, dass es selbständig als eine Zentrale fungiert. Dabei lassen sich viele Anwendungen realisieren. Beispiele sind: Alarmanlage, Rauchmelder, Türklingel und vieles mehr. Wichtig ist, dass das O2A-Gerät hierzu von Außen mit Energie versorgt wird. Es stehen verschiedene Energieversorgungen passend zur diversen Szenarien als Zubehör zur Verfügung.

Einfache Alarmanlage

Über den Eingängen Vin1- und Vin2- relativ zu Masse können ein bzw. zwei Kontakt-Linien Überwacht werden. An jede Linie können ein oder mehrere Kontakte in Reihe geschaltet werden. Die mechanische oder magnetische Kontakte müssen in Ruhezustand einen geschlossenen Strompfad bilden. Der Gesamtwiderstand der Linie muss unter 1000 Ohm bleiben. Wird ein Kontakt geöffnet, löst das ein Alarm aus. 

Die zwei lila und braune Überwachungslinien wie in der Abbildung dargestellt, können bei Bedarf zu eine 4-adrige Linie zusammengefasst werden, so dass man eine Überwachungslinie mit zwei Adern für Sabotage-Überwachung aufbauen kann.

Über einen externen Schalter kann die Alarmanlage scharf bzw. unscharf gestellt werden. Im Alarmfall dient dieser Schalter dann zum Stoppen eines ausgelösten Alarms. Wenn die Alarmanlage scharf gestellt wird, dann erkennt man dies an der leicht rot schimmernde LED Ansteuerung am Gerät.

Da die Konfiguration der Alarmanlage nicht über die vorhandenen DIP-Schalter am Gerät abgebildet werden kann, muss die Einstellung als Alarmanlage über ein PC mit einer entsprechenden Applikation erfolgen. Hierzu ist ein extra USB-Adapterkabel mit einem Konfigurationstool erhältlich.

Türklingel mit Alarm Funktion und Beleuchtung

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Verkettete Signalgeber mit Beleuchtung

Bei dieser Installations art werden mehrere O2A-Geräte im Verbund miteinander betrieben. Sie erfüllen gemeinsam ihre Funktion um einen größeren Wirkungsbereich zu erzielen. Die O2A-Geräte werden parallel und im Slave Modus betrieben. Das bedeutet das die Kette eine extra Spannungsversorgung benötigt und alle O2A-Geräte sind dauerhaft mit Spannung versorgt.

Standard Ketten-Beschaltung an einer Alarmanlage

Bei diesem Aufbau sind 250 mA pro Signalgeber vorgesehen worden. Daher muss die externe Spannungsversorgung mindestens 750 mA Strom liefern können. Es ist nicht relevant an welchem Gerät die externe Spannung über GND und Vin+ bzw. Vout+ eingespeist wird. Durch die vier adrige Verbindung zwischen den O2A-Geräten, werden alle Gerät automatisch mit Spannung versorgt.

Verkettete Signalgeber mit Beleuchtungsfunktion

Optional kann an jedem O2A-Gerät ein Doppel-Taster angeschlossen werden. Für die gesamte Kette sollte jedoch mindestens einmal der Doppel-Taster an einem der O2A-Geräte angebunden worden sein. Wie in der Installation dargestellt, hat der Taster-A (Klemmen GND und SW) eine lokale Funktion und der Taster-B (Klemmen GND und Vout2-eine globale Funktion. Lokale Funktionen beziehen sich ausschließlich auf das am Taster angebundene Gerät, währen globale Funktionen sich auf alle O2A-Geräte in der Kette auswirkt. Somit kann der Benutzer zum Beispiel individuell steuern ob das Licht nur an einem Gerät angeschaltet werden soll, oder für die gesamte Kette. Oder im Alarmfall ob die Signalisierung nur an einem Gerät ausgeschaltet werden soll, oder für die gesamte Kette. Die hinterlegten Taster-Funktionen sind Situationsabhängig und können beim Installation individuell festgelegt werden.

Hinweis zur Versorgung einer Kette

Die Anzahl der O2A-Geräte in einer Kette ist nicht relevant. Es muss lediglich darauf geachtet werden, dass genügend Energie für die Kette zur Verfügung steht. Der Energiebedarf einer Installation ist von der Anwendung abhängig. Je mehr Lichtintensität eingestellt wird, oder je lauter die Alarmierung sein soll, desto mehr Energie benötigt ein Gerät und damit die Kette insgesamt.